Ein herzliches Dankeschön an die Baumpaten

Wir haben es endlich geschafft unser Versprechen einzulösen und den Baumpaten ihre Patenbäume zugewiesen.

Vielen Dank für die Unterstützung des Projektes!

Andrea Holler

Barbara Walther

Dr.med. Elisabeth Speck

Günther & Heidtun Mengel

 

 

 

Gerald & Brigitte Kunert

Walter Liese

Franz Sting

Marc Eberwein & Paul Dietzel

Mariane Preusel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie bereits berichtet, übernehmen die Anwohner zunehmend Verantwortung die Bäume zu pflegen. Und auch ihnen haben wir versprochen, dass ihre Namen auf unserer Seite auftauchen.

Also: Webale Nyo Okulabirira Omutti Gunno!

(Danke, dass Sie sich um diesen Baum kümmern)

Kajja Resty

Juma Ssempebwa

Lubwama Janet Nalongo

Nabunya Sarah, Mutyaba Faridah, Mbatudde Sarah, Maama Lubega

Kiyemba Saidi, Nabukenya Shalifah

Kibalama Matthias

Yusuf

Mukasa Eliasa

Kajegere David (Kirinya)

Nakigudde Justine

Nagyjja Harriet (Maama Connie)

Musisi William

Boda-Men Baale Road

Nakitende Edith

Lutaaya Saidi

Semugga

Nakyeyune Justine

Kawooya Regina

Mulindwa Richard

Ssendowoza Olivia

Bagalaaliwo Ivan

Nakimbugwe Jennifer, Shamitah Carol

Nambi Julia, Namatovu Sarah

Yiga Fred

Namatovu Farida

Abraham Kiwanuka

Kavulu TV

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Die letzten 3 Monate im Zeitraffer

Seit Februar hatten wir fast durchgängig volles Haus.
Alle bekannte Gesichter in Kayunga, außer unseres Supervisors, der zum ersten Mal die Partner in ihrer Heimat besuchte.

So sehr wir den Besuch genossen haben, waren wir hinterher froh, dass wir wieder ungestört, lauthals und schief unter der Dusche singen konnten.

Nicht nur unser tägliches Gesangstraining, sondern auch unser Arbeitsalltag war durch den Besuch beeinflusst worden.

Wir waren dazu eingeladen Projekte unserer Besucher mit anzuschauen, bei Reparaturarbeiten im Haus mitzuhelfen, an Ausflügen teilzunehmen, mit unserem Boss an unseren Projekten zu feilen und natürlich gemeinsam zu essen, zu waschen, zu diskutieren, tanzen, lachen, trinken, ….

Trotzdem haben wir es auch noch geschafft uns einen Urlaub am Lake Bunyonyi zu gönnen. Dort war es im Gegensatz zu hier ziemlich kalt ( natürlich kein Vergleich zum deutschen Winter ) und das touristische Angebot ziemlich groß. Ein Hotel folgte dem Anderen und mit unserem hatten wir eine gute Wahl getroffen à freundliches Personal, gemütliche Zimmer, blumige Anlage, leckeres Essen und ein Platz am See und in der Sonne fast ganz für uns allein.Lake Bunyonyi

Gleich als nächstes folgte unser Zwischenseminar, bei dem wir uns mit anderen Freiwilligen austauschen konnten. Es ging darum den bisherigen Aufenthalt zu reflektieren und Strategien für die zweite Halbzeit zu entwickeln.

Wir lernten durchaus interessante Aspekte verschiedener einheimischer Bräuche kennen:

Bei einem Stamm, im Westen ist es Tradition, dass die Männer beschnitten werden und auch wenn sie versuchen, dem zu entfliehen, können sie noch im hohen Alter aufgespürt und an Ort und Stelle  mit einem riesen Trara beschnitten werden.

Bei einem Stamm im Norden wiederum darf ein Mann nur dann eine Frau heiraten, wenn er sie im rituellen Kampf besiegen kann.

Im Baumpflanzprojekt arbeiteten wir in der letzten Zeit daran, die Bäume (Fichus) in der Stadt zu ersetzen – die entweder gegessen, geklaut wurden oder vertrocknet sind.

Dazu gehört vor allem die Verbesserung der Umzäunung, wofür wir jetzt hauptsächlich Rinde benutzen. Das ist günstiger und effektiver, weil keine Zwischenräume entstehen, durch die die Ziegen die Bäume auffressen.

Um endlich auch die Leute vor Ort in das Projekt zu integrieren, haben wir den direkten Anwohnern bestimmte Bäume zugewiesen, für die sie jetzt Sorge tragen sollen. Als Gegenleistung wollen wir die Bäume mit Namensschildern versehen und versprochen, dass er auf einer Liste im Internet erscheinen wird.

Außerdem haben wir jeweils 10 Obstbäume (Mangos, Orangen und Avocados) in 8 Schulen in Kayunga gepflanzt. Neben den drei Secondary Schools, in denen wir unterrichten, pflanzten wir auch noch in weiteren 5 staatlichen Primary Schools.Bäume pflanzen in der Schule

Nebenbei halfen wir unserem Taata dabei, seine offizielle weltwärts-Reise nach Deutschland zu organisieren. Das hieß, Dokumente zusammenstellen, scannen, kopieren, E-mails austauschen und nicht zuletzt der deutschen Botschaft einen Besuch abzustatten. Er ist nach 17 Jahren das erste Mal wieder in Deutschland gewesen und wieder wohlbehalten zurückgekehrt.

Im Moment haben die Schulen Ferien. Bis zum nächsten Term möchten wir deshalb die Zeit nutzen, um das Schulprojekt neu zu organisieren.

  1. Wir möchten gerne nur noch Halbtags an den Schulen sein und den Rest der Zeit zur Vorbereitung zur Verfügung haben
  2. Das Einführen von Deutschclubs – AG-ähnliches Angebot für interessierte Schüler nach dem regulären Unterricht (kein Sprachunterricht, sondern voneinander unabhängige Einheiten, die auf Austausch basieren à gemeinsames Kochen, Diskussionen, Spiele usw. )
  3. Computerunterricht unterstützen, indem wir mit in den Unterricht gehen und bei Möglichkeit auch eine Art Nachhilfestunde anbieten, auch wieder nach dem regulären Unterricht
  4. Angebot für Unterrichtsbegleitenden interkulturellen Austausch à  sollte ein Lehrer eine Idee haben, uns in den Unterricht zu integrieren, kann er uns jeder Zeit rechtzeitig Bescheid sagen

Uns ist vor allem wichtig, dass wir immer einen Lehrer als Ansprechpartner zur Verfügung haben, um Ideen auszutauschen und ein Feedback zu bekommen.

Wir waren auch einmal wieder zu einer function eingeladen – dieses Mal zu einer Hochzeit. Dafür haben wir uns dann richtig in Schale geschmissen. Fast hätten wir der Braut ihre Show geklaut, da in Kayunga Musungus im Gomes (die traditionelle Kleidung der Frauen) noch seltener als Musungus in normaler Kleidung sind. Es wurde viel getanzt, gegessen und lange Reden gehalten.Wedding

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und damit bis bald und nein, die Gomes sind NICHT figurbetonend!

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Menschen, Tiere und Doktoren

Für die Trockenzeit eher untypisch erleben wir heute einen Regenguss der besonderen Art ( es regnet seit ca. 8 Stunden aus Eimern oder wie man hier sagt: Es regnet Katzen und Hunde) und nutzen die Gelegenheit, um euch auf den neusten Stand der Dinge zu bringen. Wir haben heute nämlich regenfrei.

Über unseren ersten Urlaub in Uganda gibt es folgendes zu berichten:

Die Festtage haben wir auf Ssese Island verbracht und waren dort das erste Mal im Lake Victoria schwimmen. Hauptbeschäftigung waren allerdings Karten spielen wegen des Regens und essen  – auch hier hat man keine Chance über Weihnachten nicht zuzunehmen.  Bescherung gab es für uns dieses Jahr am Strand, inklusive Sonnenbrand.

Silvester verbrachten wir im Murchison-Falls Nationalpark und machten unsere erste Safari : Büffel, Antilopen, Giraffen, Elefanten, Warzenschweine, Löwen, Paviane, Colobus-Affen , Nilpferde, verschiedenste Vögel, Krokodile….

Mit dieser Safari ist nicht nur einer unserer Kindheitsträume in Erfüllung gegangen, sondern wir haben auch viel gelernt. Z.B., dass Nilpferde Herdentiere sind und wenn man ein Einzelnes antrifft, es wahrscheinlich eine werdende Mutter ist oder ein verstoßenes Männchen, dass die schnellste Antilopenart der Welt „Jackson`s Hartebeest“ unter Kurzzeitgedächtnis leidet und deswegen leichte Beute für Fressfeinde ist (auf der Flucht vergisst sie nach kurzer Zeit, den Grund für ihr Flüchten und beginnt einfach wieder zu Grasen),  dass Giraffen im Alter die Farbe wechseln und dunkler werden, dass Schimpansen in kleinen Nestern  wohnen und im niedrigsten davon das Leittier schläft (leider haben wir die Schimpansen um 2 Tage verpasst, weil sie wegen einer besonders leckeren Frucht in einen anderen Teil des Waldes umgezogen sind) usw.

Interessant für uns war, dass es auf dem gleichen Gelände dieses Nationalparks zwei so unterschiedliche Vegetationen gab – auf der einen Seite die Savannenlandschaft, durch die wir die Safari gemacht haben und auf der anderen Seite den tropischen Regenwald, den wir mit einem „Nature Walk“ erkundet haben. Wir haben den größten Mahagonibaum in ganz Ostafrika umarmt!

Eine andere, in Uganda selten vorhandene Art war in unserem Camp im Nationalpark auch zahlreich vertreten – Bazungu! Umgeben von anderen Weißen haben wir uns wie echte Touristen gefühlt, zum ersten Mal seit dem wir hier sind.

Für alle, die gerne auch in einen Nationalpark in Uganda fahren wollen, hier ein wichtiger Hinweis:

Es gibt keine Geldautomaten auf dem Gelände des Nationalparks, das wirklich, wirklich….wirklich groß ist! Wenn ihr also nicht jeden Tag erneut euer Geld zählen wollt, um zu kalkulieren, ob ihr euch noch eine Cola leisten könnt, nehmt genug Bargeld mit ( und keine Dollarscheine von vor 2006, die werden in Uganda nämlich nicht angenommen!)

Als letzte Touri-Aktion in unserem Urlaub waren wir „white water raften“ auf dem Nil – voll cool und voll gefährlich! Aber außer einem angehauenen Knöchel und jede Menge Spaß ist uns nichts passiert. Unsere Guides waren ziemlich enttäuscht, dass wir so gut gefahren sind, dass unser Boot kein einziges Mal gekentert ist. Ganz nach dem Motto: Kein Flip, kein Kick.

Kaum waren wir wieder Zuhause und wieder „ready to work“  überrollte uns die dritte Malariawelle – allerdings war Lisa dieses Mal dran. Dank vier Injektionen direkt in den Allerwertesten ist sie jetzt aber wieder auf den Beinen und wir konnten zusammen in unserem Ferienprogramm weiterarbeiten. Gemeinsam mit „Mme Headteacher“ und einem anderen Lehrer zeichnen wir Weltkarten, Karten von Afrika und Ostafrika und diverse naturwissenschaftliche Grafiken an die Wände von unterschiedlichen Grundschulen. Damit soll das Problem von zu wenig Schulbüchern gelöst werden.

Diese Malarbeit macht uns ziemlich viel Spaß, aber durch das lange Stehen in der mittlerweile noch kräftiger gewordenen Trockenzeit-Sonne sind wir abends ganz schön müde. Und dass, obwohl wir immer ordentlich zum Mittag essen ( müssen).

Auch das Baumpflanzprojekt ist in der Zwischenzeit weiter vorangeschritten. Im Stadtraum sind alle vorhandenen Setzlinge verpflanzt und eingezäunt. Zum Glück haben wir das noch geschafft, bevor die Trockenzeit eingesetzt hat. Geplant ist, dass wir Bäume im Sumpfgebiet pflanzen, da sie dort nicht gewässert werden müssen und uns um die bereits gepflanzten Bäume kümmern. Zum Beispiel haben wir zusammen mit den Mitgliedern unserer Partnerorganisation KCDA die Bäume von überwucherndem Unkraut befreit.

Letztes Wochenende war richtig schön. Freitagnachmittag bekamen wir Besuch von der Musikgruppe Mukwano. Die einzig und allein ein kleines Privatkonzert für uns gegeben haben –  mit traditioneller Musik und traditionellem Tanz. Leider geht hier nichts, ohne dass auch mal die Bazungu im Mittelpunkt stehen und wir wurden dazu aufgefordert gemeinsam mit den ( wirklich talentierten afrikanischen) Tänzern unsere Hüften zu schwingen.

Auch am Samstag, als wir zu einer weiteren „function“ eingeladen waren – als Gäste, wie alle anderen auch – mussten wir mal wieder vor versammelter Mannschaft mit dem Mikrophon eine kleine Ansprache halten. Mittlerweile sind wir ja bereits daran gewöhnt und rechnen jederzeit mit einem solchen Überfall.

Sonntag haben wir am Pool eines Hotels in Jinja verbracht und uns die heißen Temperaturen damit erträglich gemacht – rund um ein tolles Wochenende.

Wenn es nicht weiter regnet, beenden wir in nächster Zeit das Malprojekt. Außerdem beginnt die Schule nächste Woche, womit sich unser Wochenprogramm wieder grundlegend ändert.

Und damit bis bald…

PS: Unter „impressions“ findet ihr ganz viele neue Fotos!

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Ja, uns gibt es noch!

Tut uns leid, dass wir uns so lange nicht gemeldet haben. Aber die Bilanz der letzten Wochen sieht folgendermassen aus: ein Einbruch und zweimal Malaria. Das hat uns ganz schoen eingenommen und da uns das technische Equipement gestohlen wurde, hatten wir auch keine Moeglichkeit uns online zu melden.

…was nach dem letzten Eintrag passierte: in der darauffolgenden Woche bekamen wir Verstaerkung durch eine andere weltwaerts-Freiwillige, die wir in Jinja kennen gelernt haben. Tara hat uns in die Schulen begleitet und uns fleissig beim Lehren abgelichtet – Fotos folgen. Danach fingen die Schulferien an und wir dachten, dass wir uns so richtig auf das Baumpflanzprojekt stuerzen koennten. Allerdings hat sich eine fiese Krankheit auf Nadja gestuerzt. Und das gleich zweimal. Sie brauchte natuerlich das volle Programm, denn wenn man schon mal in Afrika ist, sollte man schliesslich auch Malaria nicht missen. Spass bei Seite: Ihr geht es wieder richtig gut!

Zwischendurch haben wir aber trotzdem irgendwie Zeit gefunden zwei „functions“ zu besuchen und an einer dritten sogar aktiv teilzunehmen. Erstere waren Schulfeste zum Schuljahresabschluss, bei denen hauptsaechlich getanzt, gesungen und gegessen wurde. Die Eltern wurden zur Schule eingeladen und bekamen von ihren Kindern traditionelle Taenze und Gesaenge praesentiert. Witzigerweise finden hier alle Playback total super. Jeder der etwas aus seinem Repertoire zeigen moechte, kann sich fuer die Pausenzeiten anmelden. Je nachdem wie gut es beim Publikum ankommt, wird dem Kuenstler waehrend seines Auftritts Geld zugesteckt. Scheinbar sind gerade diese Playback-Auftritte das Event im Programmablauf.

SAM_0641 (800 x 600)

Die dritte „function“ war eine „Introduction“. Das ist die Feier, bei der die Braut ihren Braeutigam der Familie vorstellt. Bei einer solchen Feier darf ruhig mit 200–600 Gaesten gerechnet werden und es kann tatsaechlich vorkommen, dass die Brauteltern den Braeutigam vor versammelter Mannschaft ablehnen. Wenn zum Beispiel die Geschenke zu wenig oder die falschen sind. Bei unserer Introduction war das allerdings nicht der Fall. Nach einer kompletten Wohnzimmergarnitur, einem Esstisch und den passenden Stuehlen, ungefaehr 100 Geschenkkoerben, diversen Lebensmitteln und Getraenken konnten die Eltern wohl kaum „nein“ sagen. Wir dachten zuerst, dass wir als Gaeste zu dieser Feier eingeladen seien, freuten uns darueber passende Kleider geschneidert zu bekommen, realisierten dann aber, dass wir irgendwie Teil des Programmes sein sollten und am Ende waren unsere Aufgaben folgende: Zur Braeutigamsfamilie hintanzen, sie begruessen, zuruecktanzen, danach auf die Buehne tanzen, niederknien, die Familie auf Luganda begruessen, zuruecktanzen, der Braeutigamsfamilie Getraenke servieren, auf die Buehne tanzen, Hochzeitskuchen verteilen, zuruecktanzen, wieder auf die Buehne tanzen, Geschenke verteilen und dann zusammen mit allen tanzen. Ziemlich viel getanze und wie das alles ausgesehen hat, wissen wir, wenn wir das zugehoerige Video gesehen haben 😀

Brautjungfern?

Nachdem Nadja sich von ihrer ersten Malariaattacke erholt hatte, beschlossen wir unsere Freundin Tara und ihre Mitfreiwillige Judith auf ein Jugendferiencamp zu begleiten und ihnen dabei zu helfen, die Kinder zu betreuen. Fuer uns war es eher ein Ueberlebenstraining. Morgens um 5:00 Uhr wurden wir mit Trillerpfeife und Gebruell (Marke Bundeswehr) zum Morgenjogging geweckt, wobei in der Nacht zuvor gegen Mitternacht die Matratzen registriert werden MUSSTEN. Wenn man dann noch einen schnarchenden Mitfreiwilligen im Nebenbett und eine andere Mitfreiwillige im eigenen 90cm-Bett hat, ist die Nacht denkbar kurz und die Laune am naechsten Morgen denkbar schlecht. Die erhebt sich auch dann nicht gerade, wenn es weder Wasser zum Duschen und Haendewaschen, noch Fruehstueck, noch Sanitaeranlagen gibt. Seltsamerweise hatten die Kinder eine Menge Spass, was wohl auch daran lag, dass wir uns auf der Buehne -mal wieder- zum Affen gemacht haben. Enttaeuscht war man allerdings, dass wir unseren Beitrag zum kulturellen Abend nicht mit unserer traditionellen Kleidung untermalt haben. Lederhose, Dirndl oder auch Hessenkittel hatten wir leider nicht im Gepaeck. Wir freuen uns ueber jeden Vorschlag, was wir das naechste Mal bei einer solchen Gelegenheit anziehen und auch vorfuehren koennten. Was haltet ihr fuer typisch deutsch? Ausser Bier und Schnitzel.

Nachdem sich Nadja von ihrer zweiten Malariaattacke erholt hatte, die unmittelbar auf das Jugendferiencamp folgte, bereiteten wir uns auf den vorerst wichtigsten Termin bezueglich unseres Baumpflanzprojektes vor. Am 14.12. veranstalteten wir die offizielle Bekanntgabe mit Presse und circa 100 geladenen Gaesten, darunter Sponsoren und auch ein Ehrengast des Ministeriums fuer Wasser und Umwelt. Unser selbstgemalter Banner und die muehevoll vorbereitete, ENGLISCHE Rede, viel zu lang und damit ganz nach ugandischer Art, kamen richtig gut an. Im Anschluss an den offiziellen Teil pflanzten alle Gaeste gemeinsam rund 30 Baeume in Kayunga selbst. Hier haben wir uns fuer Benjamini entschieden, die als Schattenspender im Stadtgebiet besser dienen als Palmen. In dieser Woche haben wir dann die letzten Baeume eingezaeunt, um sie gegen gefraessige Ziegen zu schuetzen. Bei dieser Aktion wurden wir von vier starken Maennern unterstuezt und haben innerhalb von 1,5 Stunden mehr geschafft, als wir zu zweit in mehreren Tagen schaffen.

Offizielle Eroeffnung des Baumpflanzprojektes

Ueber diesen ganzen Zeitraum hinweg hatte ganz Kayunga ziemlich mit der Stromversorgung zu kaempfen, was in nicht genehmigten Demonstrationen und Traenengaseinsaetzen endete. Die Wut der Anwohner auf die Stromkonzerne lassen sich gut nachvollziehen, da ihnen trotz nicht vorhandenem Strom die volle monatliche Gebuehr abgeknoepft wurde. Ausserdem war es zum Beispiel der Town Council und vielen anderen Gewerbetreibenden ohne Generator nicht moeglich zu arbeiten. Und das ueber Wochen. Seit den Demonstartionen ist der Strom zwar wieder regelmaessiger da, dafuer haben wir jetzt aber kein Wasser mehr. Deswegen sind wir froh, dass wir morgen frueh in unsere wohlverdienten Weihnachtsferien duesen.

Weihnachtsgruesse und Stinkefuesse aus Uganda

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Lange ist’s her….

…. dass wir von uns haben hören lassen aber in der Zwischenzeit haben wir unsere ersten 50 Bäume gepflanzt. Nachdem wir unsinniger Weise vorher die gegrabenen Löcher mit fruchtbarer Erde gefüllt hatten, stellten wir fest, dass die Setzlinge mitsamt fruchtbarer Erde geliefert werden.

Diese Art von Schwierigkeiten ist nicht die einzige in diesem Projekt, die unsere Arbeit verlangsamt. Zum Beispiel fehlen je nachdem ab und zu mal die Schubkarre, Hämmer, Messer oder Leute zum Arbeiten. Nicht weiter schlimm, denn wir denken uns, dass es auch unsere Aufgabe ist, solche Dinge zu organisieren. Zudem müssen wir ja erstmal in diese Aufgabe herein wachsen, denn wie hier auch schon einige erstaunt feststellten, sind wir keine Baumpflanz-Profis.

Jedenfalls haben wir jetzt 2 unterschiedliche Palmenarten, die wir im Wechsel pflanzen werden. Was wir bis jetzt geschafft haben ist, wie wir schon erwähnt haben, die ersten 50 Palmen zu pflanzen und den Großteil von ihnen einzuzäunen. Somit können wir die Pflanzen vor Kühen und anderen grasfressenden Tieren schützen, jedoch aber nicht vor den Termiten. Der erste kleine Baum wurde leider schon von den Insekten vertilgt, die vor allem bei trockenem Wetter aktiv sind. Es war in der letzten Woche leider sehr trocken und heiß, was etwas kontraproduktiv zu unserem Projekt steht. Auch für uns Basungu war war das Wetter eine harte Nuss, haben uns den ersten leichten Sonnenstich eingehandelt.

In den Schulen hielten wir unsere ersten, selbst vorbereiteten Deutschunterrichtsstunden, die erstaunlich gut ankamen. Wir bekamen sogar einen kleinen „Liebesbrief“ auf denglisch. Zitat:

„ …mag made ich lachen and ich mag to talk to dich again. I would mag to tell dich sehr about me and what I mag to be in future and what I mag sehr. Danke für listening to me, ich mag dich sehr. Guten Tag“

Wieder einmal wurden wir außerdem aufgefordert zu singen, was den Schülern offensichtlich am meisten Freude bereitet.

Es gibt aber auch weniger erfreuliche Dinge, die wir an der Schule miterlebt haben. Wir waren im Lehrerzimmer anwesend, als ein Schüler zur Strafe mit einem Stock verprügelt wurde. Im Gegensatz zu den anderen anwesenden Lehren waren wir schockiert, aber diese Art von Strafe ist hier Gang und Gebe und wir müssen uns wohl oder übel damit abfinden. Trotzdem haben wir uns nicht nehmen lassen, den Lehrern klarzumachen, dass wir diese Strafe nicht für richtig halten. Wir hoffen, dass wir dies in Zukunft nicht mehr miterleben müssen.

Dafür hat uns das erste richtige Fußballtraining an der Namagabi Spaß gemacht und einen ordentlichen Muskelkater beschert. Außerdem waren wir eingeladen als Gäste zu einem Debattierwettbewerb mitzukommen. Thema war: „Ein gewöhnlicher Ugander hat keinen Grund, das 50-jährige Jubiläum der Unabhängigkeit Ugandas zu feiern.“ Die Schüler haben sehr engagiert und emotional über dieses Thema diskutiert – der Saal hat gekocht. Als Außenstehende fanden wir die Diskussion sehr interessant und aufschlussreich. Im Nachhinein holten wir uns noch Meinungen von verschiedenen Bekannten ein. Durch einen heftigen Schauer verschob sich das Ende der Debatte so weit nach hinten, dass wir erst im Dunkeln mit den Fahrrädern nach Hause fuhren. Und dunkel heißt hier dunkel! Ohne Straßenbeleuchtung und Taschenlampe war das ein Abenteuer der besonderen Art.

Letztes Wochenende waren wir dann das erste Mal aus. In Jinja trafen wir uns wieder mit den anderen deutschen Freiwilligen, gingen in eine Bar und danach in einen Club. Das Nachtleben erinnert stark an das in Deutschland, vor allem wegen der vielen Weißen, die man dort trifft. So haben wir auch diese Seite von Uganda mal kennen lernen können.

Jetzt ist erst einmal Zeit für Matoke mit Erdnusssoße. Viele liebe Grüße aus Uganda…

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Start der Schulprogramme

Unseren ersten Baum haben wir dann doch nicht gepflanzt, denn es musste und muss immer noch mit den Zuständigen über die Entfernung der Bäume zur Straße gesprochen werden. Die neue Bürgermeisterin befürchtet, wenn wir die Bäume zu nahe an die Straße pflanzen, könnten sie wieder gefällt werden, falls die Straße in den nächsten Jahren verbreitert werden sollte.

Aus diesem Grund hatten wir Dienstag frei und begannen dann Mittwoch mit dem Schulprogramm an der ersten der drei involvierten Schulen. Die Namagabi Senior Secondary School (S.S.S.)ist eine muslimische Schule, die aber nicht ausschließlich für muslimische Schüler ist. Zur Schuluniform gehört aber für alle Mädchen ein Kopftuch dazu, auch für christliche Schülerinnen.

An unserem ersten „Arbeitstag“ hatten wir die Chance einige Englischstunden als Schüler mitzumachen um zu sehen, wie die Lehrer hier ihren Unterricht gestalten – natürlich nicht, ohne uns vorher den vielen neugierigen Schülern vorzustellen, die dann auch allesamt neben uns sitzen wollten. Nach dem mehr oder weniger konzentrierten Englischunterricht schauten wir nachmittags den Schülern dabei zu, wie sie sich auf den kommenden „Musik und Tanzwettbewerb“ am Samstag vorbereiteten: traditionelle Tänze und Folksongs sollten uns erwarten!

Abends kamen wir dann um 6 Uhr wieder nach Hause und waren gespannt, wie wohl der nächste Tag in der zweiten Schule sein wird.

An der zweiten Schule, der Uganda Martyrs‘ S.S.S. ( katholisch)haben wir unsere erste Deutscheinheit gegeben und sind dann auch wieder als Schüler in eine Englischstunde gegangen. Nach der Frühstückspause sollten wir in den Computerunterricht gehen, den wir uns allerdings anders vorgestellt hatten. Uns erwartete eine 12te Klasse, die sich während ihrer Freistunde ohne Lehrer im Computerraum beschäftigten und dieser Freistunde entsprechend auch uns nicht als Lehrer dabei haben wollten. Zum Mittagessen ging es nach Hause und nachmittags hatten wir unsere erste Luganda Unterrichtsstunde. Sportunterricht begann nach dem Gebet und zwar leider erst um 17.30 Uhr, weswegen wir dann um 19 Uhr erst wieder im UTPH waren.

Freitagmorgen wurden wir vom Direktor der Kanjuki S.S.S. abgeholt, der dritten und evangelischen Schule.An dieser Schule war alles für uns vorbereitet, wir bekamen einen Stundenplan, unsere Arbeitszeiten sind zwischen 8 und 17 Uhr und wir sind Lehrerassistenten und damit nicht allein vor teilweise 120 Schülern in einer Klasse.

Als erstes gaben wir Deutschunterricht in der 8ten und 9ten Klasse. Nachdem wir die Wunschvokabeln übersetzt hatten, wollten die Schüler unbedingt ein deutsches Lied von uns hören. Im Gegenzug sangen dann 120 Schüler für uns mehrere hier bekannte Lieder – sehr cool!

Nach einer Stunde Pause hatten wir dann die Möglichkeit Kunstunterricht mitzumachen, bei dem mit den einfachsten Mitteln sehr schöne Sachen produziert werden ( an diesem Tag stempelten wir mit Stängeln von Bananenstauden). Es folgte eine Computerstunde, bei der tatsächlich auch ein Lehrer da war, dem wir assistieren konnten. Diesen recht erfolgreichen Arbeitstag beendeten wir mit dem Kennenlernen der Mädchenfußballmannschaft.

Alle drei Schulen sind gleichzeitig auch Internate, was auch die meisten Schüler wahrnehmen, d.h. ein Großteil der Schüler lebt in den Schulen. Der Alltag dieser Schüler ist unglaublich hart – morgens (nachts) zwischen 3 und 5 Uhr wird aufgestanden, geduscht, sich auf den Unterricht vorbereitet und Porridge gefrühstückt. Teilweise fängt der Unterricht dann um 7 Uhr an und geht meistens bis um 16 oder 17 Uhr und am Wochenende sind auch Stunden, dazwischen gibt es 2 Pausen und zum Mittag jeden Tag Maisbrei mit Bohnen. Hier soll das Essen nur eins – satt machen. Diese Lasten müssen die Schüler tragen, weil sich die privaten Schulen quasi als Unternehmen ansehen, die sich über Schulgelder finanzieren. Sie machen einen Wettkampf daraus, am Ende des Schuljahres die Schüler mit den besten Noten im nationalen Vergleich hervorzubringen, um mehr Schulgeld zahlende Schüler für ihr „Unternehmen“ gewinnen zu können. Andererseits sind die Schulen dazu gezwungen so zu agieren, da sie vom Staat nicht unterstützt werden und sich somit nicht anders finanzieren können.

Insgesamt hoffen wir, dass wir unsere Arbeitstage an den Schulen nach Vorbild der Kanjuki S.S.S. regeln können, sprich Arbeitszeiten werden eingehalten und wir sind Lehrerassistenten.

Den gesamten Samstag verbrachten wie wieder in der Namagabi S.S.S. als Zuschauer des „Musik und Tanzwettbewerbes“, die vier verschiedenen Wohnhäuser traten in drei verschiedenen Kategorien gegeneinander an, den Gewinner erwartete ein Preis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag hatten wir dann unseren ersehnten freien Tag und verbrachten ihn von morgens bis abends in Jinja. Shopping in den Craft-Shops mit wunderschönen handgefertigten Sachen ( Schuhe,Taschen, Gemälde, Schnitzereien, Schmuck und vieles mehr), Ausflug zur Nilquelle inklusive Touri-Bootfahrt auf dem Nil, Bekanntschaft machen mit zwei anderen deutschen weltwärts-Freiwilligen aus Deutschland und unsere ersten Taxifahrten. Taxifahrt bedeutet ein Van in Deutschland ausgelegt für 9 Personen, in Uganda ausgelegt für 12 Personen, tatsächlich gefüllt mit 20 Personen. Bild folgt bestimmt → auf unserer neuen Seite „impressions“ nur für Bilder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schöne Grüße aus Uganda und bis bald

s‘ Namale und s‘ Najjuko

 

PS: wir haben die ersten Affen gesichtet

 

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Startschuss für das Baumpflanzprojekt

Montag den 24.09. starteten wir das Baumpflanzprojekt. Mit einer Delegation der Stadtverwaltung sind wir zum ca. 7 km entfernten Startpunkt gefahren, am Fluss Sezibwa, um die ersten Markierungen für die später entstehenden Löcher zu setzen: Unter strenger Beobachtung der Vorgesetzten dieses Gebietes, damit wir auch alles richtig machen.

Dienstag sind wir mit den Fahrrädern zur Arbeit gefahren und haben uns auch am Löcher graben versucht, was sonst aber zwei Jungs machen, die von der Stadtverwaltung angestellt worden sind. Wir beschränkten uns dann auf das Aufsammeln von Müll am Straßenrand und das Markieren der Stellen, wo die Löcher gegraben werden sollen. Wir sind das Arbeiten in der Sonne, Graben sowie Fahrradfahren nicht gewöhnt und bewundern die Jungs, die mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit die Löcher ausheben. Wir waren mittags,als wir wieder zurück ins UTPH kamen so müde, als hätten wir den ganzen Tag gearbeitet.

Die Reaktionen der meisten Anwohner und Menschen, die von unserem Projekt mitbekommen haben, waren sehr positiv, wenn es auch kleine Verständigungsprobleme gab – einmal bekamen wir sogar 10 Tomaten als Dankeschön geschenkt.

Freitag hatten wir keine körperliche Arbeit mehr zu tun ( zum Glück für unsere Hände), weil wir am Donnerstag das Gebiet dieser ersten Vorgesetzten fertig markiert hatten, allerdings beschäftigten wir uns bei dieser Gelegenheit damit, einen Plan von Kayunga zu erstellen, um eintragen zu können, wo wir die Bäume pflanzen (Baumkataster).

Was es damit auf sich hat, könnt ihr unter „support us“ nachlesen. Wir suchen nämlich immer noch Baumpaten.

Wieder mal erlebten wir african time, als wir mit ganzen 4 Stunden Verspätung abgeholt wurden, um bis Samstagabend noch einmal beim ehemaligen „town clerk“ von Kayunga zu bleiben. Da wir auf der Hochzeit einer seiner Schwägerinnen eingeladen sind, fuhren wir am Samstag zu einer Näherin, um unsere Maße für Kleider zu nehmen – wir sollen eine moderne Interpretation von traditionellen ugandischen Kleidern bekommen ( Fotos folgen bestimmt!). Zum ersten Mal machten wir auch einen kurzen Ausflug zum Lake Victoria und nach einem kurzen Snack fuhren wir zurück nach Kayunga – nachdem wir uns einem wildfremden älteren Mann auf der Straße vorgestellt hatten, weil wir dachten er wäre unser Fahrer :D.

An diesem Abend ging es früh ins Bett, denn am Sonntag sind wir wieder um 7.00 Uhr in den englischen Gottesdienst in Kayunga gegangen. Abends lernten wir noch ein weiteres ugandisches Essen zuzubereiten und gaben den ersten privaten Computerunterricht.

Heute Morgen arbeiteten wir in unserem Baumpflanzprojekt weiter und füllten die ersten Löcher mit fruchtbarer Erde. Damit geht es wohl morgen auch weiter und nächste Woche pflanzen wir dann unseren ersten Baum. Wir wünschen euch noch einen schönen Abend und sula bulungi!

PS: Wir haben eine neue Seite mit Fotos erstellt. Unter „impressions“ könnt ihr einfach mal rein schauen.

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Mal wieder viel passiert…

Wieder zu Hause im UTPH

Nachdem wir am Sonntagmorgen 2 ½ Stunden einem Gottesdienst beigewohnt hatten, bei dem wir nichts verstanden haben – weil er auf Luganda war – haben wir uns zeigen lassen, wie man Chapati zubereitet. Das haben wir dann auch Montag, als wir wieder zurück in Kayunga waren, gleich mal ausprobiert und müssen gestehen: für’s erste Mal gar nicht so schlecht!

Am nächsten Tag haben wir uns dann auch für die ganze Woche mit Lebensmitteln eingedeckt, beim Großeinkauf in Kayunga.

Hätten wir doch mal die Oma gefragt

„Wie geht man nochmal mit unbehandelter Milch um?“ „Wie schält man Karotten ohne Sparschäler?“„Was, man kann auch ohne Waschmaschine waschen?“ und „Wie überlebt man unbeschadet das Bügeln?“

Unser Alltag steckt voller neuer Herausforderungen: 2 Liter Milch – nach einem Tag schlecht, Kampf mit dem Gemüse, zerschundene Hände vom Waschen und eine riesige Blase vom Bügeleisen auf der Hand. Wir haben es überlebt und wachsen daran…

Die Sache mit den Uhrzeiten

Angesetzt war ein Meeting mit den Zuständigen der Schulen, um den Stundenplan für uns abzusprechen. Um 10 Uhr. Um 11.30 Uhr waren dann alle da. Schlimm war es nicht für uns, auf „african time“ waren wir ja auch vorbereitet, aufhalten tut es aber schon. Das Meeting selbst hatte auch einen eher komplizierten Verlauf. Es wurde lange heiß diskutiert, sogar über die Option den Lehrplan für uns zu ändern – was jetzt auch anscheinend gemacht wird. Die Lösung ist letztlich unerwartet einfach: wir machen es so, wie wir es uns vorher überlegt hatten 😀 2 Tage die Woche werden wir das Baumpflanzprojekt vorantreiben und 3 Tage die Woche in den Schulen eingebunden sein.

Angesetzt war eine Farewell-Party für den ehemaligen Town clerk von Kayunga. Um 14 Uhr. Wir waren da. Sonst niemand. Um 15 Uhr waren dann fast alle da, eine halbe Stunde später ging es los und um 16 Uhr mussten wir eigentlich wieder im UTPH sein. Allerdings durften wir nicht gehen, bevor wir nicht etwas gegessen hatten und so kamen auch wir zu unserem nächsten Meeting in „african time“.

Meetings im Garten

Wie wir diese Woche feststellen konnten, wird wohl der Garten des UTPH sehr gerne für Meetings benutzt – anscheinend weil wir viele Stühle im Haus haben.

Das erste Mal dachten wir, es wäre ein Meeting mit uns, über das wir einfach keinen Bescheid bekommen haben. Also setzten wir uns frohen Mutes dazu und wunderten uns, dass uns keiner Auskunft geben wollte und uns keiner beachtete. Zudem unterhielten sich alle in Luganda. Schließlich, auf dem Höhepunkt unserer Verwirrung ( wir hatten soviel mitbekommen: es ging um eine Förderung von ansässigen Bauern mit Kühen, Ziegen und Bohnen 😀 ) , riefen wir unseren Mentor an, fragten nach und fanden heraus, dass sie eben nur unseren Garten als Ort für ihr Meeting benutzen wollten. Auf eine eher unelegante Art und Weise schlichen wir uns von dannen.

Als am nächsten Tag wieder jemand um die Stühle bat, wussten wir schon was Sache war…

Wir haben Namen

Auch das offizielle welcoming-meeting unserer Partnerorganisation KCDA fand im Garten statt. Leider konnten wir nicht allzu viele neue Gesichter kennenlernen. Von 16 Mitgliedern waren zuerst nur zwei anwesend, die wir bereits kannten. Dazugestoßen ist dann nach der trotzdem sehr offiziellen Ansprache, noch eine weitere Person. Gefreut hat es uns trotzdem und Namen haben wir auch gleich bekommen : wir heißen nun Lisa Namale und Nadja Najjuka.

Unterwegs in Kayunga

Entgegengesetzt aller Sorgen unserer Mentoren, dass wir allein in Kayunga verloren gehen, klappt es mit der Orientierung recht gut. Marktplatz, Kirche, Schulen und Freunde finden wir ohne Probleme. Und Freunde besuchen wir natürlich auch, wie man das hier so macht, ohne uns vorher anzumelden. Da wundert es uns nur sehr wenig, dass Samstagmorgens um 7 Uhr jemand vorbeikommt um Hallo zu sagen!

Afrika wie im Film

Der erste Ausflug in die Natur Ugandas war fantastisch! Zu dritt auf dem Motorrad ging es zu den Wasserfällen, ganz in der Nähe und damit auch zum ersten Mal zum Nil! Unbeschreiblich schön war es dort, es sah aus wie in Dokumentationen und trotzdem war es ganz anders, als man es sich vorgestellt hat – schöner.

Besucht haben wir auch einen, für die Menschen hier, heiligen Ort am Nil. Dort werden immer noch Rituale vollzogen und Gebete gesprochen und das sogar manchmal in großer Form: dann wird gefeiert, getrunken und dort übernachtet.

Wir übernachten heute zumindest wieder im guten alten UTPH und wünschen eine gute Nacht – sula bulungi!

Mit diesem Ende wollten wir den Text eigentlich schon gestern Abend hochladen aber leider war unser airtime ( also das Geld auf dem Internetstick) weg. Jetzt hat es aber geklappt und damit wünschen wir euch noch einen schönen Sonntag in Deutschland, hier sind es übrigens ca. 25°C und strahlender Sonnenschein…

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Die erste Woche

Wir haben geflochtenes Haar! Den ganzen Donnerstag haben wir im Friseursalon verbracht. Von 11:00 Uhr bis 16:30 Uhr haben wir uns den Po platt gesessen, aber wer schön sein will…

Jetzt scheinen wir noch mehr aufzufallen als vorher.

Unsere neuen Frisuren sind zwar das außergewöhnlichste, aber nicht das wichtigste Ereignis der letzten Tage. Erstmals hatten wir die Möglichkeit uns offiziell an den Schulen vorstellen zu können und uns sowohl mit den Räumlichkeiten, als auch mit dem Personal vertraut zu machen. An allen Schulen hat man uns offensichtlich schon sehnlichst erwartet. Eine Rektorin wollte, dass wir nächste Woche direkt starten – montags und dienstags wären im Lehrplan für unseren Einsatz bereits reserviert. Außerdem stellte sie uns mit „These are the volunteer TEACHERS from Germany“ vor. Wir hoffen, dass nicht zu hohe Erwartungen an uns gestellt werden, die wir dann nicht erfüllen können.

Nächste Woche ist ein Meeting mit allen involvierten Schulen geplant, um das Programm festzulegen. Wegen der derzeitigen Wetterlage – es ist Regenzeit – halten wir und unsere Mentoren es für sinnvoll, schnellstmöglich mit dem „tree planting“-Projekt zu beginnen. Das würde bedeuten, dass wir erst nächsten Monat mit dem Schulprojekt starten.

In der Zeit, in der wir nicht der Projektvorbereitung nachgegangen sind, haben wir uns vor allem mit unserem Haushalt beschäftigt: unsere Kleidung per Hand waschen, auf dem Markt einkaufen gehen und ugandisch kochen lernen. Morgen bekommen wir endlich gezeigt, wie man Chapati ( köstliche ugandische Pfannkuchen) zubereitet. Außerdem haben wir versucht den Fußboden und die Möbel von dem roten Sand zu befreien, waren dabei aber nicht sonderlich erfolgreich – der ist einfach überall. Parallel zu diesen Tätigkeiten haben wir bereits Freundschaft mit mehreren Nachbarskindern geschlossen. Sie sahen uns, als wir das erste Mal auf unserer Terrasse saßen und kamen neugierig zu den Musungus herüber. Wir spielten im Garten mit ihnen Fußball und sie wollten gar nicht mehr gehen, auch nicht als wir schon längst wieder weg mussten. Nun kommen sie uns öfter mal besuchen und hoffen auf den Ball. Von ihnen haben wir erfahren, dass es hier ein Auto gibt, was „Nadia“ heißt und die Begrüßung lautet seitdem „I’m Nadja, like the car“.

Über das Wochenende sind wir bei dem ehemaligen „Town clerk“ von Kayunga eingeladen. Er wohnt in der Nähe von Kampala und will uns ein wenig die Hauptstadt zeigen. Am Montag gehen wir dann mit ihm zusammen los, um unser Visum zu besorgen.Wir waren bereits gestern Abend mit ihm, seiner Frau und drei ihrer Geschwister in einer wunderschönen Bar mit Livemusik. Wir testeten ugandisches Bier und als sie merkten, dass es uns schmeckte, nahmen ihre Bestellungen für uns kein Ende. Wir genossen den Abend sehr und waren sogar ein wenig traurig, als wir wieder nach Hause fuhren. Wir merkten an diesem Abend ganz deutlich den Unterschied zwischen Land und Stadt in Uganda und gewannen einen Einblick in die Freizeitbeschäftigung wohlhabender Ugander.

Die Nacht war (zu) kurz für uns, nach gefühlten zwei Stunden Schlaf wurden wir von Kind, Fernseher und Tieren geweckt. Ab ging es nach Kampala zum einkaufen und in dem Supermarkt sah es so aus, wie in einem deutschen auch. Wir kauften Marmelade, die es in Kayunga nicht gibt, um unser Frühstück ( das bis jetzt aus Brot mit Butter und Erdnussbutter bestand) zu bereichern.

Mal wieder regnet es, also nutzen wir die Chance um unserer Berichterstattung nachzugehen- Siiba bulungi oder auch einen schönen Tag noch aus Uganda!

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learning by doing

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